Erntedank

Was ein Mensch sät, das wird er auch ernten. So steht es geschrieben und ich kann bestätigen, dass es so ist. Die Ernte in diesen Jahr war Dank des guten Wachstumsklimas überdurchschnittlich gut. Aus einem Tütchen Karottensamen für  99 Cent sind 30 Kilo Karotten herangewachsen. Die schwarzen Rettiche habe ich heute vor den Schnecken gerettet.

Dank sei Gott, der alles ohne mein Zutun hat wachsen lassen.

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Kartoffelernte hat begonnen

Unbekannte haben auf dem Storchenacker am Sonntagabend oder Montagmorgen fünf Kartoffelpflanzen ausgerissen und die Kartoffeln mitgenommen. Die Kartoffelernte hat  somit in diesem Jahr bereits am Montag, 7. Juli begonnen.

Der Kartoffeldieb hat am 19.07. wieder zugeschlagen. Zwei Kartoffelpflanzen wurden ausgerissen und abgeerntet.

Am 25.07.2014 hat eine gelbe Zucchini, die ich zum Samengewinnen wachsen ließ, Flügel bekommen. Die grüne Zucchini für Samen, auf der anderen Seite des Feldes, blieb mir erhalten. Sie misst 40 cm Länge und 12 cm Durchmesser.

Mulchen

Die Bodenabdeckung mit Mulchmaterialen bringt viele Vorteile mit sich. Auch Gemüserückstände können als Mulchmaterial verwendet werden.

„Mulchen unterstützt die Bodenlebewesen, erhält und fördert die Krümelstruktur – vor allem bei schweren Böden. Der Boden trocknet außerdem nicht so schnell aus. Dies bedeutet in der Praxis weniger Gießarbeit. Mulch hemmt unerwünschtes Unkraut, dämpft aber auch Starkregen und verhindert Abschwemmungen. Andererseits ist nicht jedes Material für jede Kultur geeignet.“

Quelle: LWG

http://www.lwg.bayern.de/gartenakademie/gartendokumente/infoschriften/063709/index.php

Was haben wir gepflanzt und gesät?

Wenn wir es wissen wollen, tragen wir uns in die excel-datei ein:

Pflanzplan Storchenacker 2014

wenn wir von den Mitstreitern auch mal einen Salatkopf oder einige andere schon in großer Anzahl reif gewordener Gemüse abnehmen wollen, gerne gegen einen Euro, dann ist so ein Plan gerade richtig. Wer hier seine angebauten Kulturen mit veröffentlicht, hat so die Gewähr, dass diese Informationen viele sehen und sich evtl. mit dem Kochen auf frische Produkte aus dem Storchenacker einstellen.

Bei Herrn Heinz werden jetzt die  grünen Erbsen  eßreif. Erbsen reifen nicht alle auf einmal. Es sind Teilernten nötig. Wer Erbsen als Grünes Gemüse ernten möchte, muß also mehrere Teilernten mit einplanen, damit er immer die beste Qualität bekommt. Bei Erbsen geht es auch recht schnell mit der Reife. Das ist zwar von Sorte zu Sorte unterschiedlich. Trotzdem sollte man da schnell sein, wenn man zarte Erbschen ernten möchte.  Der Bauer auf einem großen Feld schätzt den Mittelwert des gesamten Feldes ab bei der Reife. Dazu hat er den Turgomesser als Hilfsmittel. Damit wird der Druck gemessen, der bei einer Probe auf die Erbsen ausgeübt wird. Junge Erbsen platzen eher.

Wir können ja hier die Schmeckprobe machen, haben auch kein großes Feld zu ernten.

 

Wildblumen säen

Am Montag, 26. Mai 2014, wollen wir auf zwei Dämmen Wildblumen säen. Wer mitmachen will ist dazu herzlich eingeladen. Wir treffen uns um 18:00 Uhr am Storchenacker.

Neuer Termin: Freitag, 30. Mai 2014, 17:00 Uhr.

Nach einem wolkenverhangenen Tag, zeigte sich heute zum Blumen säen die Sonne.
Das Team ließ die Aktion fröhlich ausklingen.

 

Nässe und Kälte

Bei Regen und Nässe entsteht Verdunstungskälte. Diese beeinflusst die Keimtemperatur negativ. Die Bodentemperatur sollte zum Keimen dauerhaft über 10 Grad liegen. Dies erreichen wir derzeit nicht. Nachts sinkt sie deutlich unter 10 Grad.  Die Dämme auf dem Storchenacker haben den großen Vorteil, dass das überschüssige Wasser leicht ablaufen kann. Keimende Samen haben dadurch bessere Wachstumsbedingungen. Ab Montag, 19. Mai 2014, soll es wieder deutlich wärmer werden. Die Temperaturen steigen über 20 Grad.  In den noch freien Flächen können dann die empfindlicheren Samen oder Pflanzen ausgebracht werden.

Gärtnern mit dem Mond

Naturbeobachtungen haben angeblich ergeben, dass alles, was nach unten wächst, am besten sich entwickelt, wenn es bei abnehmendem Mond gesät oder gepflanzt wurde. Bei abnehmendem Mond sollen sich die Kräfte der Pflanzen in die Wurzeln zurückziehen.

Alles was nach oben wächst, entwickelt sich besser, wenn es bei zunehmendem Mond gesät wird. Bei zunehmendem Mond geht angeblich mehr Kraft in die oberirdischen Pflanzenteile.

Bei Vollmond sollte – mit Ausnahme der Düngung – keine Gartenarbeit getätig werden.

Ernten sollte man bei zunehmendem Mond.

 

Vor- und Nachteile der Mischkultur

Die Mischkultur von Möhren und Zwiebeln wird von der Bayrischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau nicht empfohlen. Eine Abwehr der Möhren- bzw. Zwiebelfliege funktioniert nur in wenigen Fällen. Nährstoff- und Wasseransprüche von Möhren und Zwiebeln stimmen nicht überein.

Infoschrift zur Mischkultur der Sächsischen Landesanstalt für Landwirtschaft:

http://www.landwirtschaft.sachsen.de/landwirtschaft/download/Mischkulturen_im_Gemueseanbau..pdf

Keimtemperaturen

Das Saatgut benötigt im Freiland bestimmte Mindestkeimtemperaturen. Bei optimalen Temperaturen wächst die Saat wesentlich schneller.

Gemüseart

Keimtemperatur
mindestens
Keimtemperatur
optimal

Keimdauer

in Tagen

Spinat 4 °C 10 – 20 °C   8 – 10
Radies 4 °C 15 – 20 °C   8 – 10
Rettich 4 °C 15 – 20 °C 10 – 12
Möhren 4 °C 18 – 20 °C 16 – 21
Erbsen 5 °C 18 – 20 °C   8 – 10
Mais 10 °C 18 – 20 °C 14 – 21
Buschbohnen 12 °C 20 – 25 °C 10 – 14
Stangenbohnen 12 °C 20 – 25 °C 10 – 14
Einlegegurken 12 °C 22 – 26 °C   8 – 14

Quelle: LWG Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau

Schädlingsabwehr mit Vliesen oder Netzen

Gemüse ist sehr beliebt. Nicht nur bei uns Menschen. Schnecken, Erdflöhe, und eine Vielzahl der Gemüsefliegen (Kohl-, Möhren-, Bohnen-, Sellerie-, Zwiebelfliege), Wanzen, Zikaden, Motten, und viele Käfer tummeln sich im Gemüsegarten. Alle Gemüsefliegen überwintern als Larve bzw. Puppe im Boden. Die Fliegen legen ihre Eier während des Jahres bis zu dreimal in den Boden oder meist direkt auf dem Gemüse ab. Für die Schädlingsabwehr im Gemüsegarten gibt es unter anderem Vliese oder Netze. Sie verhindern die Eiablage. Manche Eier oder Larven sind allerdings schon vor dem Säen und Pflanzen bereits im Boden.

Vliese oder Netze sollten sofort nach der Aussaat oder Pflanzung locker über die Pflanzfläche gelegt werden. Eine straffe seitliche Befestigung durch Steine, Erde oder Anker ist notwendig, damit der Wind sie nicht wegweht und keine Fliegen durchschlüpfen können. Seitlich dicht befestigt, können sie auch Schnecken abhalten. Zur Unkrautbekämpfung (möglichst an trüben Tagen) sollten sie abgenommen und anschließend sofort wieder angebracht werden. Die Vliese sind wasserdurchlässig. Der Wasserverbrauch ist allerdings etwas höher, da etwas Wasser bei neuen Vliesen zunächst abperlt.

Neben dem Schutz vor Schädlingen, bietet die Abdeckung durch Vliese auch einen geringen Schutz gegen Frost, Tierschäden und bei starken Gewittern oder Hagel. Die Temperatur unter den Vliesen erhöht sich. Im Frühjahr ist dies wachstumsfördernd.
Im letzten Jahr habe ich meine ersten Erfahrungen mit Vliesen gemacht. Radieschen oder Kresse sind bei mir trotz Vliesabeckung nichts geworden. In diesem Jahr verzichte ich deshalb darauf, Radieschen oder Kresse auf dem Storchenacker anzupflanzen. Sehr gut unter Vlies entwickelt haben sich im letzten Jahr Salate, Zwiebeln und Zuchinis. Mein Salat war durch die Vliesabdeckung  ohne Läuse. Der Preis für die Vliese hält sich in Grenzen. In diesem Jahr waren  Vliese von 10 x 1,5 Meter im Baumarkt und im Einzelhandel zum Preis von 2,99-3,99 € zu bekommen.

Vliese sollten nur im Frühjahr oder Herbst eingesetzt werden. Im Sommer kann es zu Schäden an den Pflanzen kommen. Der Grund liegt in dem veränderten Klima unter den Vliesen. Meine Vliese, die längere Zeit Wind und Wetter ausgesetzt waren, sind im letzten Jahr eingerissen, durch Tiere beschädigt und mit der Zeit zerbröselt. Wiederverwenden konnte ich nur einen geringen Teil, den ich erst nach dem Sommer ausgelegt hatte. Netze können angeblich das ganze Jahr über eingesetzt und mehrfach verwendet werden. Mit Netzen habe ich noch keine Erfahrungen gesammelt, möchte es aber demnächst ausprobieren. Im letzten Jahr hatten wir extrem viele Erdflöhe auf dem Storchenacker. Inzwischen habe ich erfahren, dass sich diese nur mit sehr engmaschigen Netzen fernhalten lassen. Beim Gießen verspreche ich mir mit Netzen eindeutige Vorteile gegenüber der Vließabdeckung.