Gartenjahr 2017

Ein hervorragendes Gartenjahr geht zu Ende. 2017 hatten wir in Markt Schwaben insgesamt betrachtet ein niederschlagsreiches und sehr sonnenscheinreiches Jahr. Von Schäden durch Hagel und Gewitterstürmen blieben wir verschont. Ab Ende Mai gab es ideale Wachstumsbedingungen für die Pflanzen mit viel Sonnenschein. Wir hatten keine extremen Hitze- oder Trockenperioden. Jeder konnte seine Neuanpflanzungen dank der Wasserpumpe jederzeit außreichend gießen. Dies führte zu außerordentlichen Gemüsemengen, die ohne größeren Aufwand in diesem Jahr geerntet werden konnten. Für mich persönlich gab es einen Schädling in diesem Jahr, der mich sehr viel Zeit gekostet hat: Die Larve des Kartoffelkäfers.

Ein sehr milder März verlockte zur frühen Aussaat und Pflanzung. Ein Kälteeinbruch im April verursachte bei vielen Pflanzen einen Wachstumsstopp. Am 20. April hatten wir sogar leichten Nachtfrost. Früh auszupflanzen brachte keinerlei Fortschritte in der Reifungsphase gegenüber dem späten pflanzen. Der Wonnemonat Mai war lange Zeit kühl und kam erst langsam in Fahrt. Ende Mai hatten wir dann hochsommmerliche Temperaturen. Die ersten Salate und Spinat konnten noch im Mai geerntet werden.

Juni, Juli und August waren niederschlagsreich und sonnenscheinreich. In Kempten und Füssen gab es am 18. Juli Hagel, der große Schäden verursachte. Die Hagelschicht musste mit Frontladern weggeräumt werden. Im August kam es zu mehreren Gewitterstürmen mit erheblichen Schäden. Am 18. August konnte die zweite Halbzeit des Fussballspiels Bayern München gegen Leverkusen wegen Starkregens erst verspätet angepfiffen werden. In mehreren Teilen Bayerns kam es im August zu Sturm- und Orkanböen. Gott sei Dank blieben wir in Markt Schwaben von allen Unwettern verschont.

Mein größtes Problem waren dieses Jahr die Larven der Kartoffelkäfer. Ich hatte vier Reihen Kartoffeln gepflanzt. Um die Invasion der Larven des Kartoffelkäfers unter Kontrolle zu halten, musste ich mehrere Wochen lang jeden zweiten Tag die Blätter absuchen und die Larven beseitigen. Dies kostete mich sehr viel Zeit. Eine überreichliche Kartoffelernte mit besonders gut schmeckenden Kartoffeln war der Lohn der Mühen.

Mein Gesamteindruck: Dieses Jahr konnte eine überdurchschnittliche Ernte heranwachsen. Der Pflegeaufwand war geringer im Vergleich zu den Vorjahren. Weniger Beikräuter machten auch weniger Arbeit. Reichlich Regen sorgte in diesem Jahr dafür, dass nur die Neuanpflanzungen gegossen werden mussten. Erstmals ist es mir gelungen, dass ich von Mitte Mai bis November ohne Unterbrechung Salat ernten konnte. Erbsen werde ich nächstes Jahr keine mehr anpflanzen. Zu viele waren mit Larven des Erbsenwicklers befallen. Zucchini, Karotten, Zwiebeln, Bohnen, Rote Beete, Kohlrabi, Brokkoli, Kürbis und Sellerie benötigten nur wenig Pflege und brachten gute Erträge. Sie stehen nächstes Jahr wieder auf meinem Pflanzplan. Das eigene, biologisch angebaute Gemüse frisch auf dem Tisch schmeckt einfach am besten.

2 Gedanken zu „Gartenjahr 2017“

  1. So sehe ich das auch…das eigene biologisch angebaute Gemüse schmeckt am Besten. Für mich war es das erstemal, das ich mich im Gemüseanbau ausprobieren konnte und siehe da, es wuchsen leckere Salate, Zucchinis, Spinat und auch allerlei an Wurzelgemüse wie Sellerie, Pastinaken, Lauch und auch Petersilienwurzeln heran, ebenso wie leckere Kräuter, vor allem der Koriander war sehr ertragreich und wuchs ständig nach ; )
    Ich bin gerade angesichts der aktuellen Geschichte mit dem Unkraut Vernichter Glyphosat, der ja nun für weitere fünf Jahre ganz selbstverständlich auf die Felder gekippt werden darf, noch dankbarer für diese Möglichkeit der Selbstversorgung die der Storchenacker bietet. Zum Wohle von Pflanze, Tier und Mensch kann hier frei von jeglichen Pestiziden, vollkommen ökologisch angebaut werden. Einfach toll. Ein großes Dankeschön, an Familie Adlberger, die dieses Projekt ermöglicht hat. Ich freue mich schon sehr auf kommende Jahr.

  2. Wir, das Team vom Storchengarten, (verantwortlich für die letzten 4 Reihen und die Blumenvielfalt in der ersten Reihe) hatten auch ein gutes Jahr und freuen uns ausserdem über die vielen neuen und auch immer wieder bekannten Gesichter, die wir auf dem Feld in ihren eigenen Furchen treffen. Noch dazu, wenn sie so großen Erfolg haben, wie im Kommentar oben beschrieben wurde. Das Storchengartenprojekt hat wieder die Urkunde der UN Biodiversitätsdekade für 2018 bis 2020 bekommen und dieses möchten wir im Oktober 2018 mit einem Vielfaltsfest feiern. Jeder ist eingeladen bei diesem Fest dabei zu sein und eigene Ideen mit einzubringen. Jetzt wünschen wir Ihnen eine frohe Weihnachtszeit und alles Gute für das Jahr 2018!

    Wir danken ganz herzlich den ehrenamtlich Aktiven und allen, die durch ihre Spende oder durch ihre Mitgliedschaft im Förderverein (dem VEN e.V.) den Storchengarten unterstützen und so helfen, unsere regionale Vielfalt und damit auch die Vielfalt an Insekten und Vögeln, sowier anderen Tieren zu erhalten.

    Ein besonderer Dank gilt der Familie Adlberger, auf deren Unterstützung wir uns jedes Jahr verlassen können. In diesem Jahr hat sie es möglich gemacht, dass wir 2 jährige Nutzpflanzen anbauen konnten, die uns im Jahr 2018 Saatgut bringen oder leckere Früchte zum kosten, sowie Pflanzen zur Abgabe und zur weiteren Kultivierung von Erdbeeren historischer Sorten. Wie https://de.wikipedia.org/wiki/Mieze_Schindler und „Senga Sengana“. Möglich wäre so, nach dem es kein professionelles Erdbeerfeld mehr gibt, für die interessierte Bevölkerung ein ehrenamtliches Feld aufzubauen mit eigenen gezogenen Ablegern. Dazu benötigen wir aber einige Helfer aus der Bevölkerung, auf die im Juni/Juli unbedingt Verlass ist von 4.00 Uhr in der früh bis 10.00 Uhr und dann am Nachmittag von 16.00 bis 21.00 Uhr.

    Auch einen besonderen Dank möchten wir dem Bürgermeister aussprechen, der uns von Anfang an jedes Jahr mit einer privaten Spende unterstützt und auch der Markt Gemeinde, die uns die 1. Feier der Vielfalt, anläßlich der Verleihung des UN Biodiversitätspreises ermöglichte. (genannt sind Spenden ab 200€).

    Wir freuen uns auf ein Wiedersehen im Storchengarten im nächsten Jahr!

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