Die Plage mit den Beikräutern (Wild- oder Unkräutern)

Die Samen der Beikräuter sind bereits im Boden, bevor wir mit pflanzen oder säen beginnen. Sie stammen von Beikräutern der Vorjahre, vom Samenflug, vom Mist, von Tieren, von den Schuhen, vom Wasser. Im Juni wachsen die Beikräuter am stärksten. Durch regelmäßiges Hacken und gezieltes herausziehen mit den Wurzeln alle 7-14 Tage können die Beikräuter klein gehalten werden. Ziel sollte immer sein, die Beikräuter zu entwurzeln, wenn sie noch klein sind. Das Material kann dann zwischen den Reihen liegen bleiben und vertrocknen.

Beikräuter entziehen dem Boden Nährstoffe und Wasser. Viele Beikräuter sind Wirtspflanzen für Nematoden. Wenn die Beikräuter groß werden und zu nahe an den Gemüsepflanzen stehen, fehlen den Gemüsepflanzen Licht, Wärme und Nährstoffe zum wachsen. Deshalb ist deren frühe Beseitigung im Gemüsegarten so wichtig. Auf keinen Fall sollten sie wieder Samen bilden, die uns dann im nächsten Jahr viel Arbeit machen.

Eines der Problembeikräuter auf dem Storchenacker sind die Ackerdisteln. Sie bilden tiefe Pfahlwurzeln und daneben auch waagrecht wachsende, verzweigte Wurzelausläufer, die neue Triebe bilden. Vermehren tun sie sich durch flugfähige Samen und durch die Wurzelausläufer.  Bei größerem Wuchs unterdrücken sie alle Gemüsepflanzen. Die Ackerdisteln sollten deshalb auch an den Randbereichen entfernt werden.

Mulchmaterial kann die Beikräuter klein halten und Arbeit ersparen. Beispielsweise kann getrockneter Rasenschnitt zur Bodenabdeckung eingebracht werden. Das Mulchmaterial deckt den Boden ab, der Boden bleibt feuchter und die Samen der Beikräuter wachsen wegen Lichtmangels langsamer oder überhaupt nicht.

Frischer Rasenschnitt sollte nicht verwendet werden. Es können sich darunter Pilzkulturen bilden. Stroh hat den Nachteil, dass es dem Boden im ersten Jahr wertvolle Stickstoffanteile entzieht.

Ein Gedanke zu „Die Plage mit den Beikräutern (Wild- oder Unkräutern)“

  1. Danke für die wichtigen Hinweise.
    Eine Rumexart ist hier sehr verbreitet und übersteht viele Bekämpfungsversuche. Jetzt im Juni fängt sie an zu blühen und sehr viele Samen verbreiten sich damit wieder. Viel Schweiß muß fliessen, aber es lohnt sich, diese Art nicht blühen zu lassen.

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