Keimtemperaturen

Das Saatgut benötigt im Freiland bestimmte Mindestkeimtemperaturen. Bei optimalen Temperaturen wächst die Saat wesentlich schneller.

Gemüseart

Keimtemperatur
mindestens
Keimtemperatur
optimal

Keimdauer

in Tagen

Spinat 4 °C 10 – 20 °C   8 – 10
Radies 4 °C 15 – 20 °C   8 – 10
Rettich 4 °C 15 – 20 °C 10 – 12
Möhren 4 °C 18 – 20 °C 16 – 21
Erbsen 5 °C 18 – 20 °C   8 – 10
Mais 10 °C 18 – 20 °C 14 – 21
Buschbohnen 12 °C 20 – 25 °C 10 – 14
Stangenbohnen 12 °C 20 – 25 °C 10 – 14
Einlegegurken 12 °C 22 – 26 °C   8 – 14

Quelle: LWG Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau

Schädlingsabwehr mit Vliesen oder Netzen

Gemüse ist sehr beliebt. Nicht nur bei uns Menschen. Schnecken, Erdflöhe, und eine Vielzahl der Gemüsefliegen (Kohl-, Möhren-, Bohnen-, Sellerie-, Zwiebelfliege), Wanzen, Zikaden, Motten, und viele Käfer tummeln sich im Gemüsegarten. Alle Gemüsefliegen überwintern als Larve bzw. Puppe im Boden. Die Fliegen legen ihre Eier während des Jahres bis zu dreimal in den Boden oder meist direkt auf dem Gemüse ab. Für die Schädlingsabwehr im Gemüsegarten gibt es unter anderem Vliese oder Netze. Sie verhindern die Eiablage. Manche Eier oder Larven sind allerdings schon vor dem Säen und Pflanzen bereits im Boden.

Vliese oder Netze sollten sofort nach der Aussaat oder Pflanzung locker über die Pflanzfläche gelegt werden. Eine straffe seitliche Befestigung durch Steine, Erde oder Anker ist notwendig, damit der Wind sie nicht wegweht und keine Fliegen durchschlüpfen können. Seitlich dicht befestigt, können sie auch Schnecken abhalten. Zur Unkrautbekämpfung (möglichst an trüben Tagen) sollten sie abgenommen und anschließend sofort wieder angebracht werden. Die Vliese sind wasserdurchlässig. Der Wasserverbrauch ist allerdings etwas höher, da etwas Wasser bei neuen Vliesen zunächst abperlt.

Neben dem Schutz vor Schädlingen, bietet die Abdeckung durch Vliese auch einen geringen Schutz gegen Frost, Tierschäden und bei starken Gewittern oder Hagel. Die Temperatur unter den Vliesen erhöht sich. Im Frühjahr ist dies wachstumsfördernd.
Im letzten Jahr habe ich meine ersten Erfahrungen mit Vliesen gemacht. Radieschen oder Kresse sind bei mir trotz Vliesabeckung nichts geworden. In diesem Jahr verzichte ich deshalb darauf, Radieschen oder Kresse auf dem Storchenacker anzupflanzen. Sehr gut unter Vlies entwickelt haben sich im letzten Jahr Salate, Zwiebeln und Zuchinis. Mein Salat war durch die Vliesabdeckung  ohne Läuse. Der Preis für die Vliese hält sich in Grenzen. In diesem Jahr waren  Vliese von 10 x 1,5 Meter im Baumarkt und im Einzelhandel zum Preis von 2,99-3,99 € zu bekommen.

Vliese sollten nur im Frühjahr oder Herbst eingesetzt werden. Im Sommer kann es zu Schäden an den Pflanzen kommen. Der Grund liegt in dem veränderten Klima unter den Vliesen. Meine Vliese, die längere Zeit Wind und Wetter ausgesetzt waren, sind im letzten Jahr eingerissen, durch Tiere beschädigt und mit der Zeit zerbröselt. Wiederverwenden konnte ich nur einen geringen Teil, den ich erst nach dem Sommer ausgelegt hatte. Netze können angeblich das ganze Jahr über eingesetzt und mehrfach verwendet werden. Mit Netzen habe ich noch keine Erfahrungen gesammelt, möchte es aber demnächst ausprobieren. Im letzten Jahr hatten wir extrem viele Erdflöhe auf dem Storchenacker. Inzwischen habe ich erfahren, dass sich diese nur mit sehr engmaschigen Netzen fernhalten lassen. Beim Gießen verspreche ich mir mit Netzen eindeutige Vorteile gegenüber der Vließabdeckung.