Gedanken zum Christkind

Wieviel Kitsch verträgt der Glaube? Den Kindern wird erzählt, das Christkind oder der Weihnachtsmann bringen an Weihnachten die Geschenke. Das Christkind taucht als Werbeträger auf manchen Weihnachtsmärkten auf. In Weihnachtskrippen finden wir die Verbindung zu Jesus als Christuskind. War Jesus eigentlich Christ?

Dieser Jesus, der wohl Jeshua gerufen wurde, ist in einer jüdischen Familie geboren und aufgewachsen. Es gibt keinen Hinweis, dass er am Judentum, an den jüdischen Lehren und Weisungen Kritik geübt hat. Die Lehre Jesu ist die Lehre des Judentums. In seinen Auseinandersetzungen mit den Gelehrten ging es damals um Unterschiede in der Auslegung der Tora.

Wolfgang Stegemann kommt zu dem Fazit1:

Es ist eine der folgenreichen Fehleinschätzungen der christlichen Theologie und Exegese, dass sie diese Unterschiede aus der Perspektive des Gegensatzes zum Judentum interpretiert hat, anstatt sie als Differenzen in inner-judäischen Diskursen zu begreifen.“

Und in einer Radiosendung 2009 betonte Wolfgang Stegemann2:

Wir haben lange gebraucht als Christen, das zu begreifen, er war sozusagen immer unser Mann in Jerusalem, wir haben ihn hineingeschmuggelt in die jüdische Kultur und ihn als den christlichen Gegensatz zum damaligen Judentum gedeutet, das ist natürlich, ich sag es abgekürzt, Unsinn.“

Weg von der Theologie, hin zum Glauben. Christen erwarten das Wiederkommen des Herrn Jesu. Manche Juden sagen, wenn er wiederkommt, werden wir sehen, ob er der Messias ist. Nach seiner Geburt kommen Hirten und Weise zu ihm. Die Hirten suchen den Retter und preisen und loben den HERRN für alles, was sie gehört und gesehen haben. Die Weisen suchen den König der Juden und bringen ihm Geschenke. Und es herrschte eine sehr große Freude. Jesus ist der Schatz Gottes. Das Geschenk des HERRN an uns Menschen.

Es gibt Menschen, Schatzsucher, die Jesu Nähe suchen und es gibt Menschen, die Ihn ablehnen. Wie im Anfang so werden auch am Ende Menschen zu Jesus kommen.

Und der Geist und die Braut sagen: Komm! Und wer es hört, spreche: Komm! Und wen dürstet, der komme! Wer da will, nehme das Wasser des Lebens umsonst!“ (Offenbarung 22,17)

Der Gläubige braucht nicht zu warten, er kann schon jetzt zu Ihm kommen.

 

 

1  Stegemann, Wolfgang, Jesus und seine Zeit, Stuttgart 2010, S. 283

2  BR2, Katholische Welt, Erinnerungen an den historischen Jesus, Unter römischer Besatzung – Jeschua und seine Zeit, Sendedatum: Sonntag, 25. Dezember 2009, 08.05-08.30 Uhr

 

3 Gedanken zu „Gedanken zum Christkind“

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