Ökumene

Der Geist des HERRN weht, wo er will. Nachweislich weht der Geist des HERRN bei den großen Glaubensrichtungen: Juden, Katholiken, Orthodoxen, Protestanten und bei vielen weiteren christlichen Glaubensgemeinschaften. Wie gehen die Religionsführer mit dieser Tatsache um? Wie halten sie es mit der Ökumene? Die Anhänger der einzelnen religiösen Gemeinschaften deuten die Lehren des HERRN unterschiedlich. Jede behauptet von sich, die einzig Richtige zu sein. Viele tendieren dazu, sich abzugrenzen. Sie machen dies immer wieder ausdrücklich deutlich. Dies kann bei Gläubigen zu Unsicherheit, Verwirrung, Glaubenszweifeln und Glaubenskrisen führen. Besonders betroffen sind Ehepartner, die unterschiedlichen Konfessionen angehören. Sie fragen sich: „Was ist denn nun die Wahrheit?“

Der Begriff Ökumene bezeichnete ursprünglich die Gesamtheit der Menschheit. Der HERR ist einer. Er will, dass alle Menschen ihn erkennen, ehren und lieben. Er will, dass alle Menschen gerettet werden. Heutzutage verstehen wir unter Ökumene den Dialog zwischen den Religionen.

Ökumenische Kontroversen und Streitfragen haben den Vorteil, dass die Suche nach der Wahrheit nicht aufgegeben wird, dass wir allen religiösen Machthabern kritisch gegenüber stehen – ihre Dogmen hinterfragen. Die jüdische Religionswissenschaftlerin Ruth Lapide vertritt die Meinung, dass wir vom HERRN nur soviel wissen, wie auf eine Briefmarke passt. Es gibt viele Dinge, die wir nicht wissen können. Die Erzählungen der Heiligen Schriften erlauben unterschiedliche Interpretationen. Die Meinungsverschiedenheiten und nicht eindeutig beantwortbare Fragen werden uns deshalb erhalten bleiben. Bereits zur Zeit der Anwesenheit des Herrn Jesus Christus auf Erden, gab es unterschiedliche Meinungen über ihn. Bis heute streiten wir Christen darüber, welche Sakramente Jesus Christus gestiftet hat, obwohl er nach seinen eigenen Worten nur zu den Juden gesandt wurde.

Ökumenische Zusammenarbeit wird an der Basis bereits tausendfach praktiziert. Bei Besuchsdiensten, Tafeln, Nachbarschaftshilfen und Bahnhofsmission wird die Ökumene wie selbstverständlich gelebt. Es gibt ökumenische Kirchentage als Großevents mit Teilnehmern aus 91 Ländern. Steckt darin die Sehnsucht der Gläubigen eins zu sein? Spielen die Schranken und Grenzen für sie keine Rolle? Missachten Sie Drohungen und Verbote der Kirchenoberen? Wenn es in Glaubensfragen zu Unsicherheiten und Verwirrungen kommt, ist meiner Meinung nach der einzig richtige Weg, einfach zu glauben wie die Kinder. Für die Ökumene bedeutet dies, den Glauben vereinfacht darzustellen und sich auf wenige Glaubenswahrheiten zu beschränken.

Für den HERRN stellt sich die Ökumene-Situation auf Erden folgendermaßen dar: Die Weinbergpächter versperren die Wege, bauen Mauern, behindern den Aufbau des Festzeltes, erschweren den Zugang und behindern die Ernte.

Was ist demnach zu tun? Die Wege ebnen und breit machen, die Sperren abbauen, die Mauern einreißen, den Aufbau des Festzeltes unterstützen und als Erntehelfer arbeiten. Und vor allem für unsere Religionsführer beten, dass der HERR ihnen am Tage des Gerichts barmherzig sein wird.

http://oekumene-jetzt.de/

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