Strafe

Haben wir Angst vor dem strafenden HERRN? Werden wir mit Krankheiten und Leiden für unseren Ungehorsam bestraft? Hilft die Strafandrohung Verbrechen vorzubeugen? Wie gehen wir mit unseren Schuldgefühlen um? Warum konnte es in christlichen Erziehungsheimen zu unvorstellbaren Fehlentwicklungen kommen? Wo blieb da die christliche Nächstenliebe? Hilft uns Strafandrohung unseren ewigen VATER mehr zu lieben? Ist der barmherzige VATER für die Kreuzigung Jesu verantwortlich? Hätte Jesus nicht auch freigelassen werden können? Wie geht der Beste aller Väter mit seinen ungehorsamen Kindern um?

Wir Menschen fürchten uns mehr oder weniger vor Strafe. Um das richtige zu tun, muss die bevorstehende Strafe bei Verstößen jedem bekannt sein. Ziele der Strafe können sein: die Ordnung wiederherzustellen, andere von Fehltritten abzuschrecken, potentielle Täter wegzusperren und zu betreuen oder zu erziehen. Trotzdem laden wir manche Schuld auf uns und nehmen die Strafe billigend in Kauf. In unserer Gesellschaft haben der Staat und die Erziehungsberechtigten das Recht zu strafen. Die liebenden Eltern gehen bei Fehltritten in der Regel viel milder mit ihren Kindern um als der Staat. Oftmals versuchen sie ihre Kinder vor der Strafe zu schützen. Unser barmherziger Vater will uns nicht strafen, sondern heilen und auf den richtigen Weg bringen. Seine Gerechtigkeit ist ein heilschaffendes Handeln an uns. Unsere Schuld ist für ihn wie Eisen. Unsere Taten aus Liebe wie Gold. Selbst wenn wir ihm tausend Kilo Eisen mitbringen würden, wäre dies für ihn weniger als wenn wir ihm zehn Kilo Gold schenken würden. Das bedeutet, dass mit ein wenig Liebe unendlich große Übeltaten aufgehoben werden.

Bestrafung macht nur Sinn, wenn wir frei entscheiden können. Der HERR warnt uns davor, unsere Mitmenschen lieblos zu behandeln. Wenn wir uns auf dem falschen Weg befinden, versucht ER immer wieder, uns zurechtzuweisen und auf den richtigen Weg zurückzubringen. Seine Liebe zu uns lässt niemals nach. Wenn es nicht so wäre, hätte unser barmherziger Vater die Welt schon mehrfach vernichten müssen. ER will, dass wir ihn erkennen, ehren und lieben. Unsere Liebe zu ihm und zu unseren Mitmenschen kann aber nicht durch Strafe erzwungen werden. Diese würde nur Böses erzeugen. Wir bekommen aber das, was wir säen, als Ernte wieder zurück. Rabbi Eleasar drückt das folgendermaßen aus: „Es gibt keinen Menschen, welcher sich an einem Menschen verschuldet, ohne durch einen anderen wieder bestraft zu werden.“ Beispiele hierfür finden wir genügend. Was eine Gesellschaft sät, wird sie ernten.

Zwei Wesen spüren wir in uns. Unser Gewissen spricht uns schuldig. Täter müssen bestraft werden. Das Wort des HERRN ist unser Zuchtmeister. Wir müssen uns nicht, wie Sigmund Freud gemeint hat, aus Angst vor dem übermächtigen, strafenden Vater, vor dem man sich schuldig fühlt, in die Illusion der Religion flüchten. Weil wir nicht erwachsen werden wollen oder der Realität nicht standhalten können. Wir kennen die Realität durch das Kreuz! Die Welt ist ungerecht. Der Weg der Nachfolge ist ein Leidensweg. Jesus rettet. Um meine und deine persönliche Schuld auszutilgen, ist Jesus gestorben. Der Heilige Geist führt uns, dass wir reumütig zum HERRN kommen, ihm unsere Schuld vorlegen und dann in unvorstellbarer Weise Vergebung erfahren. Wir werden jauchzen und jubeln und freudig tanzen. Wir erkennen, dass wir für unsere Sünden diese Strafe verdient hätten, die Jesus auf sich genommen hat. Aufgrund der Gnade und Barmherzigkeit des HERRN sind unsere Sünden nun vollkommen ausgelöscht. Wir beginnen den Vater und Jesus zu lieben, weil uns viel vergeben worden ist.

Ewiger Dank sei dem HERRN, dass er uns inneren Frieden schenkt. Was wäre das sonst für ein Leben, bei dem wir uns immer schuldig fühlen müssten? Wir haben keinen Grund mehr, uns vor Bestrafung zu fürchten. Wir müssen uns auch nicht selbst bestrafen. Die Schläge, die wir hier auf Erden von Menschen erhalten, nehmen wir mehr oder weniger dankend an, weil wir darin unser Fehlverhalten wiedererkennen. Erkennen, dass wir mit unserer eigenen Schuld geschlagen werden. Nicht um uns zu bestrafen, sondern um uns zu reinigen. Wir haben weiterhin genügend Gründe uns unbehaglich zu fühlen. Nehmen wir es nicht billigend in Kauf, dass auch heutzutage Menschen sterben, damit unser Wohlstand gesichert bleibt oder der Reichtum noch vermehrt wird? Wir wissen, dass am Schluss nochmals abgewogen wird. Wir wissen aber auch, dass unser Name im Buch des Lebens steht. So leben wir im Spannungsfeld des Wissens und der Hoffnung. Wenn innere Anklagen hochkommen, gehen wir in der Stille zum HERRN und er schenkt uns seinen Frieden. Wir werden nicht mehr für unsere Sünden bestraft, sonst müsste Jesus Christus nochmals ans Kreuz genagelt werden!

6 Gedanken zu „Strafe“

  1. I’m wondering how I might be notified when a new post has been made. I have subscribed to your RSS feed which must do the trick! Have a nice day.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

18 − 2 =