Vertrauen

Auf was können wir uns heutzutage noch verlassen? Wem können wir vertrauen? Wurde Ihr Vertrauen schon mal maßlos enttäuscht? Vertrauen Sie jemandem noch, der Sie schon mal angelogen hat? Können wir dem Verkäufer im Internet vertrauen? Können wir den Wahlversprechen trauen? Können wir den Banken und Versicherungen unser Geld anvertrauen? Wem können wir unsere privatesten Geheimnisse anvertrauen? Partnern? Freunden, Butlern? Ist der Vertrauensvorschuss, der von uns verlangt wird, nicht von Zweifeln begleitet? Befürchten wir nicht, dass der andere das ihm anvertraute für sich ausnützt?

Wir kennen sehr viele Gründe, nicht bedingungslos zu vertrauen. Aber machen wir den anderen nicht zum Lügner, wenn wir ihm misstrauen? Warum eigentlich wählen wir dieselbe Partei wieder, obwohl wir wissen, dass sie ihre Versprechungen nach der Wahl wieder nicht einhalten wird? Warum behalten wir unser Innerstes für uns? Befürchten wir, dass der ins Vertrauen gezogene nicht den Mund halten kann? Warum misstrauen wir manchmal Empfehlungen, geh zu dem oder dem, der hat mir auch geholfen? Liegt es daran, dass wir selber auch mal Provisionen oder ähnliches für Empfehlungen kassiert haben?

Mit Zertifizierungen, Verkäuferbewertungen, Tests, Kundenmeinungen und vieles mehr wird versucht, eine Vertrauensgrundlage zu schaffen. Positiven Bewertungen stehen dabei oftmals auch negative gegenüber. Einen guten Ruf aufzubauen dauert bekanntlich lange. Innerhalb von Sekunden kann der gute Ruf wieder verloren gehen. Innerhalb von Sekunden kann eine jahrelange vertrauensvolle Beziehung in die Brüche gehen.

Eins wissen wir: Gute Beziehungen leben vom Vertrauen. Auf mich kann sich allerdings niemand hundertprozentig verlassen. Nicht einmal ich selbst. Wo kommen wir aber hin, wenn wir nur noch misstrauen? Wie kommen wir aus dieser Unsicherheit und Angst wieder heraus? Mit einem Tagebuch? Mit einem Therapeuten? Wie allein und hilflos wäre ich, wenn ich nur auf mich selbst vertrauen würde.

Unser Herr stellt jedem die Frage: „Vertraust du mir?“ Viele vertrauen ihm, viele nicht. Es gibt auch Dinge, durch die manche das Vertrauen zum Herrn verlieren. Wie kann ich eigentlich einem unsichtbaren Herrn vertrauen?

Der HERR lädt uns ein, in den Ozean seiner Liebe und Barmherzigkeit hineinzuspringen. Ihm können wir alle Dinge anvertrauen. Er verpfeift uns nicht, er betrügt nicht, er ist nicht korrupt und lässt sich nicht bestechen. Wir können in seinen Ozean der Liebe und Barmherzigkeit eintauchen so wie wir sind. Selbst wenn wir alles auf den Kopf gehauen haben, tief herabgesunken sind oder süchtig geworden sind, voll Schmutz und Dreck sind, stinken, in zerlumpten Kleidern und kaputten Schuhen herumlaufen. Er nimmt uns mit offenen Armen auf.

Wir müssen zuvor auch keine religiösen Forderungen erfüllen. Viele religiösen Forderungen sind Mauern, die Menschen gebaut haben. Der HERR schließt keinen aus, weil alle seine geliebten Kinder sind. Der HERR hält seine Versprechungen. Wir können sicher sein, dass er uns willkommen heißt. Er wäscht uns und kleidet uns neu ein. Wenn wir uns ihm vollständig anvertrauen, dann sind wir mit ihm im Reinen. Es ist nichts mehr in uns, dessen wir uns schämen müssten. Wenn wir dem HERRN allerdings nicht vertrauen, machen wir ihn zum Lügner und beleidigen ihn.

Wenn wir Zuflucht beim HERRN suchen, unsere Fehltritte, Sorgen, Wünsche, unser Unverständnis und unsere Dummheiten wie Kinder ihm anvertrauen, dann handelt er mit uns. Wenn wir Reue zeigen, versenkt der HERR alle unsere Schuld in den Tiefen des Ozeans seiner Liebe und Barmherzigkeit. Er nimmt uns unsere Sorgen, reinigt unsere Wünsche und lässt uns viele Dinge erkennen und verstehen, die wir zuvor nicht verstanden haben. Er geht ganz sanft mit uns um und zeigt uns, wo wir uns bessern können. Er gibt uns den Willen und die Kraft Gutes zu tun. Der HERR macht es möglich, dass wir nahezu angstfrei, freudig und gelassen leben können. Egal, was passiert.

Der HERR selbst schenkt uns den Glauben, der uns auf ihn vertrauen lässt. Weil wir an ihn glauben, können wir alle Menschen lieben und den meisten Menschen vertrauen. Lasst uns zum HERRN gehen, wie kleine Kinder zur besten Mutter oder dem besten Vater der Welt. Als Kinder dürfen wir alles, was gut für uns ist, von unserer liebevollen Mutter oder unserem liebevollen Vater erwarten. Wir Kinder können und müssen nichts mitbringen. Wir können nur bitten, lieben, glauben und vertrauen. Lasst uns diese vertrauensvolle Liebe eines Kindes leben. Nur durch dieses Vertrauen werden wir die wahre Freiheit erlangen. Immer, wenn wir im Gebet unser Herz vor dem HERRN ausschütten, vertrauen wir ihm.

4 Gedanken zu „Vertrauen“

    1. Ach Tanja,das Thema haut rein. An einem der Wendepunkte (Tiefpunkte) in meinem Leben war anaegsgt, wieder Vertrauen zu lernen, zu fcben. Es war mir abhanden gekommen zu Gott und der Welt und zu mir selbst. Ich war bereit, wieder dieses Risiko Vertrauen einzugehen. Und zu pflegen, Vertrauen ist empfindlich wie eine Mimose. Es steckt wohl auch etwas wie sich trauen drin. Je besser das Vertrauen zu mir selbst, mein Selbstvertrauen, wurde, desto größer wurde meine Hoffnung in die Zukunft. Dieser Prozess dauerte viele Jahre, die von Todessehnsucht geprägt waren.Heute kann ich sagen: Es geht mir gut. Und ich genieße es.Liebe Tanja, ich möchte noch kurz auf Ein neues Gefühl eingehen. Diese Zeilen klingen für mich ein bisschen nach Mücnchhausen, der sich am eigenen Schopfe aus dem Sumpf zieht. Geht das? Geht das wirklich?Ich bin dafür, in guten Zeiten das Landen zu üben.Und wenn ich dann im Not-Fall weich lande, dann kann ich auch für mich da sein. Wenn ich aber unten stehe wenn ich mir das bildlich vorstelle erschlage ich mich wahrscheinlich selbst. Ich glaube auch nicht, dass ich UNTEN sein kann und mich auffange. Wahrscheinlich nehme ich alles zu wörtlich. Aber das sind so meine Gedanken, die mir gekommen sind. Ich will’s auch auf gar keinen Fall zerreden.Habe ich mich schon für den Beitrag bedankt? Jedenfalls sprechen Sie mir total aus dem Bauch. Ein wenig eigenartig ist das schon, wie das so trifft. Dieses Etwas von außen das Leben zu nennen finde ich treffend. Mein Etwas war noch namenlos, aber ich spüre es wieder. Liebe Tanja, ich wünsche Ihnen eine gute Zeit und noch viele gute Ideen aus tiefstem Herzen (oder Bauch)Ihre Elke

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    1. Liebe Tania,danke für die schönen Gedichte, ich weiß auch aus Erfahrungen wie wichtig das Vertrauen in mir slsbet ist,und den Glauben auch an meine Person,das es weiter geht,und das ich mich nur allein auffangen kann,obwohl es für mich auch immer wieder viel Kraft kostet,aber ich denke ich bin es doch wert.Alles Liebe für alle die hier geschrieben haben.Herzliche Grüße Eva-Maria

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